Ehrenkodex für Bräute

Man ist (wahrscheinlich) nur einmal im Leben für einen Tag eine Braut. Um dieser Rolle gerecht zu werden, bedarf es natürlich eines fantastischen Mannes, eines schönen Kleides, gutem Make-Up etc….

Doch damit ist es nicht getan. Traurig wird es, wenn die herrliche, oft dramatisch-romatische Hülle der Braut durch den Alltagsmenschen dahinter unangenehm gebrochen wird- hat wohl jeder schon erlebt. Daher wird er hier präsentiert, der ultimative Ehrenkodex für die perfekte Braut. Tadaaaa!

Eine Braut sollte…

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1. gerade gehen, stehen und vor allem bei der Trauung gerade sitzen. Beim Essen später grade sitzen schadet auch nicht (ein paar Tage vorher mit Buch auf dem Kopf üben schadet zumindest nicht).

2. kleine bis normalgroße Schritte machen und zwar in normalem Tempo. Eine Braut hetzt nicht, stampft, latscht und marschiert nicht, sie eilt nicht und ist nicht panisch (auch hier schaden ein paar Nachmittage in der Wohnung in den Brautschuhen nicht).

3. nicht kommandieren, schnell reden oder laut rufen. Die Hochzeitsorganisation ist an den Tagen und Monaten davor gelaufen, Probleme und Fragen klärt heute NICHT die Braut. Sie verweist an Brauteltern, Trauzeugen, …

4. nicht hemmungslos trinken. Es gibt unzählige Möglichkeiten für ein gepflegtes Totalbesäufnis im Leben. Die eigene Hochzeit gehört nicht dazu. Ein Brautkleid ist auch eine Verpflichtung.

5. neben ihrem Bräutigam mit möglichst vielen Herren der Familie tanzen, vor allem dem Brautvater und Schwiegervater, den Opas, dann den Onkels. Klar geht es um den eigenen Spaß. Aber eine Hochzeit ist auch ein Familienfest und jeder möchte mit der Braut tanzen. Dann sind erst die Freunde dran.

6. den Tanzstil ihrer Kleidung anpassen. Oder die Kleidung ihrem Tanzstil. Bitte keine heißen HipHop-Moves im Sissikleid.

7. ihre Sprache ihrer Kleidung anpassen- warum sollte man an diesem Tag fluchen, nuscheln oder beim Kauen sprechen?

8. Dankbarkeit gegenüber ihrer Mama ausdrücken und ihr maximale Teilhabe ermöglichen.  Das ist auch ihr Tag. Ihr Mädchen heiratet. Und sie darf auch aufgeregt sein und sollte regelmäßig gedrückt werden.

9. sich gegenüber ihren Eltern, Trauzeugen und sonstigen Helfern während der Vorbereitung und am Hochzeitstag entspannt,  höflich und dankbar zeigen. Alle sind da, nur um um sie zu kreisen. Eine Hochzeit ist ein freudiges Ereignis und benötigt keinen Bridezilla-geführten Krisenstab, sondern ein fröhliches Orga-Team.

10. darauf achten, viel Zeit bei ihrem Bräutigam zu verbringen und das Fest zu genießen.

11. immer wieder mit Gästen einzeln Kontakt haben und ihre Freude an deren Anwesenheit signalisieren. Es dreht sich alles um die Braut, ja. Aber sie ist auch Gastgeber und die Gäste sollensich willkommen und wohl fühlen.

12. auch am nächsten Morgen noch vom Brautzauber eingehüllt gut aussehend und entspannt eventuelle Restgäste verabschieden. Wie sie das macht und was sie dafür braucht darf geheim bleiben.

Wie ist eure Meinung zu diesem doch recht strengen Codex? Habt ihr schon schwierige Bräute erlebt? Bin gespannt auf eure Kommentare.

 

 

 

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